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19.8.2009
Campus Gummersbach der Fachhochschule Köln entwickelt Datenbank-System für den Oberbergischen Kreis

Am Campus Gummersbach der Fachhochschule Köln entsteht für den Oberbergischen Kreis eine Datenbank, mit der die Kreisverwaltung Bearbeitungszeiten für gewerbliche Anträge messen und die Bearbeitung dokumentieren kann.

Am Montag unterzeichneten Landrat Hagen Jobi und der Präsident der Fachhochschule Köln, Prof. Dr. Joachim Metzner, die Vereinbarung für ein Kooperationsprojekt: Am Campus Gummersbach der Fachhochschule Köln wird für den Oberbergischen Kreis eine Datenbank entwickelt, mit der die Kreisverwaltung Bearbeitungszeiten für gewerbliche Anträge messen und die Bearbeitung dokumentieren kann.

Die Kreisverwaltung ist seit 2008 als "Mittelstandsfreundliche Kommunalverwaltung" mit dem RAL-Gütezeichen zertifiziert und verspricht damit dem Mittelstand, 13 vom TÜV gemessene Qualitätskriterien einzuhalten. So werden Bauanträge mit gewerblichem Hintergrund nach spätestens 40 Tagen genehmigt und auf Beschwerden muss der Kreis innerhalb von drei Tagen reagieren. Außerdem sei es ein wichtiges Kriterium, so der Landrat, dass Auftragsrechnungen vom Kreis besonders zügig bezahlt werden. "Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten hilft die Kreisverwaltung so den Unternehmen, ihre Liquidität zu sichern", erklärte Hagen Jobi. Er sei stolz darauf, dass Oberberg bundesweit der erste Kreis überhaupt sei, in dem die Kreisverwaltung und alle Kreisangehörigen Kommunen das Zertifikat anstreben. Es sei für alle Behörden wichtig, so Landrat Hagen Jobi, dem Mittelstand ein verlässlicher Partner zu sein. Und so freut ihn besonders, dass in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule nun eine Datenbank entsteht, mit der die Dokumentation der Qualitätskriterien besonders einfach und nachvollziehbar möglich sei.

Die Konferenz der Wirtschaftsminister aus Bund und Ländern empfehlen mittlerweile allen Kommunen, die Zertifizierung als "Mittelstandsfreundliche Kommunalverwaltung" anzustreben. Serviceorientierung und die Kundenzufriedenheit seien heute echte Wettbewerbsfaktoren für Kommunen und Regionen, betonte auch Professor Dr. Joachim Metzner. Bei diesem Vorhaben wolle die Hochschule den Oberbergischen Kreis unterstützen. "Wir tragen gerne dazu bei, dass der Oberbergische Kreis und seine Kommunen ihre Innovationspotenziale ausschöpfen." sagte der Präsident der Fachhochschule Köln. Zudem seien Kooperationen mit Unternehmen und Institutionen wie das nun verabredete Projekt für den Lehr- und Forschungsansatz der Hochschule unverzichtbar.

Angewandte Forschung und Praxisnähe gehören zu den Markenzeichen der Fachhochschule Köln. Rund zwei Drittel der Projekt- und Abschlussarbeiten entstehen in Zusammenarbeit mit Unternehmen, so auch in diesem Fall. "Die RAL-Datenbank entstand als Prototyp aus einer Diplomarbeit und soll noch im Jahr 2009 von Damian Gawenda, einem Absolventen und Mitarbeiter des Instituts für Informatik, realisiert werden", betonte Prof. Dr. Heide Faeskorn-Woyke, Expertin für Datenbanksysteme am Campus Gummersbach, die das RAL-Datenbankprojekt leitet. Besonders interessant für die Hochschule seien dabei Aspekte der Qualitätssicherung, des Wissensmanagements und der Aufbau bzw. die Integration moderner Web-Anwendungen mit Datenbanken.
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v.l.n.r.: Hagen Jobi, Prof. Dr. Heide Faeskorn-Woyke, Prof. Dr. Joachim Metzner, Damian Gawenda
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